Behandlungspflege (Krankenkassenleistungen)

 

Medikamentengabe

Dabei werden sowohl die Medikamente zu den zuvor vereinbarten Zeiten verabreicht als auch deren Einnahme dokumentiert. Im unwahrscheinlichen Fall starker Nebenwirkungen kann die Pflegerin Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten, sodass dadurch das Sicherheitsgefühl des Klienten gesteigert wird. Nach Wunsch des Klienten oder dessen Bevollmächtigten können Medikamente in einem abschließbaren Behälter verwahrt werden.
Die Medikamente werden entweder täglich oder für eine Woche im Voraus in einem Wochendispenser laut ärztlicher Anordnung gestellt. Sollten benötigte Medikamente zur Neige gehen, veranlasst die Pflegerin eine rechtzeitige Bestellung des Rezepts und die Lieferung der Medikamente direkt nach Hause zu dem Klienten.
 

Medizinische Einreibung

Medizinische Einreibungen werden bei akuten posttraumatischen Zuständen, akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen, akuten wirbelsäulenbedingten oder akuten Hauterkrankungen angewandt.
Die Verordnung hierzu werden vom Arzt gestellt, wenn ein Klient aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen die Einreibungen nicht selbst vornehmen kann.

Die Einreibungen können in ihrer Wirkung die Durchblutung fördern, den Schmerz lindern, beruhigen, kühlen und vieles mehr.
 

Injektionen s.c. oder i.m.

Medikamente wie Heparin (hemmt die Blutgerinnung) oder Insulin (zur Regulation der Blutzuckers) werden oft subcutan (in die Unterhaut) verarbeicht.

Medikamenten mit Depotwirkung können intramuskulär (in den Muskel) verabreicht werden. Dadurch können Wirkeintritt und Wirkdauer der Medikamente gut kontrolliert werden.
 

Insulingabe & Blutzuckerkontrollen

Bei Klienten mit festgestelltem Diabetes kann der Pflegedienst auf Wunsch des Klienten die regelmäßige Messung des Blutzuckers und die dem ermittelten Wert entsprechende Insulingabe übernehmen.
Sollten im Rahmen der Pflege eines Klienten, der keinen bekannten Diabetes hat, körperliche Symptome auf eine Über- oder Unterzuckerung hindeuten, kann die Pflegerin mit Einverständnis des Klienten dessen Blutzucker messen und bei Bestätigung des Verdachts den Hausarzt oder Notarzt entsprechend informieren und erste Hilfsmaßnahmen einleiten.
 

Schulung und Beratung von pflegenden Angehörigen

Die Schulung und Beratung von Klienten und deren Angehörigen kann zu verschiedensten Themen stattfinden: Umgang mit Demenz, Maßnahmen und Beobachtung bei Fehlernährung, Ernährung bei Diabetes – um einige Beispiele zu nennen.
 

An- und Ausziehen von Antithrombosestrümpfen

 

Wundversorgung

 

Dekubitusversorgung

Das Wundliegen ist eine Schädigung des Gewebes in Folge einer andauernden Druckeinwirkung. Bei der Dekubitusversorgung soll ein bereits entstandener Dekubitus in seinem Ausmaß eingeschränkt werden und verheilen. Dabei wird, neben der täglichen Wundversorgung und Dokumentation des Heilungsverlaufs, das Gewebe an der entsprechenden Stelle unter Anwendung hautschonender Lagerungstechniken entlastet. Zum Abschluss werden prophylaktische Maßnahmen ergriffen, die eine erneute Entstehung des Dekubitus verhindern.
 

PEG-Versorgung (Sondenkost)